In dem Wort Bewerbung steckt schon drin, um was es geht: um Werbung. Das Produkt, das beworben und an den Mann gebracht werden soll, bist dabei Du selbst. Dein schriftliches Anschreiben und Lebenslauf dient dazu, auf Dich aufmerksam zu machen. Hat der erste Eindruck überzeugt, geht es mit dem Vorstellungsgespräch in die zweite Runde. Aber worauf kommt es bei einer Praktikumsbewerbung an? Und was macht eine Bewerbung zu einer guten Bewerbung?

 

Die Praktikumsbewerbung und ihre Inhalte

Bei einem Praktikum gilt es zunächst einmal, zwischen einem Pflichtpraktikum und einem freiwilligen Praktikum zu unterscheiden:

  •  Ein Pflichtpraktikum ist ein Praktikum, das Du im Rahmen Deiner Lehre absolvieren musst.  Teilweise findet ein solches Praktikum vor Beginn der Lehre oder des Studiums statt und ist Voraussetzung dafür, dass Du die Ausbildung überhaupt antreten kannst. Teilweise absolvierst Du ein Pflichtpraktikum aber auch während der Ausbildung oder nach der Abschlussprüfung.
  •  Ein freiwilliges Praktikum ist ein Praktikum, das Du freiwillig absolvierst.  Ein solches Praktikum kannst Du beispielsweise in den Ferien machen oder um die Zeit zu überbrücken, bis Du einen Ausbildungs- oder einen Arbeitsplatz gefunden hast. Durch ein freiwilliges Praktikum kannst Du einen Beruf und das Unternehmen näher kennenlernen und praktische Berufserfahrung sammeln.

In beiden Fällen wirst Du Dich um den Platz als Praktikant bewerben müssen. Und auch wenn etwa von einem Schüler, der in den Ferien ein freiwilliges Praktikum macht, vermutlich keine superprofessionelle Anschreiben erwartet wird, solltest Du Dir mit der Bewerbung Mühe geben. Schließlich ist auch eine solche Bewerbungsanschreiben ein gutes Training für später. In dem Bewerbungsschreiben gehören immer und auf jeden Fall das Anschreiben und der Lebenslauf. Außerdem solltest Du eine Kopie von Deinem letzten Schulzeugnis beilegen. Hast Du noch weitere Qualifikationsnachweise gehören sie ebenfalls in die Bewerbungsmappe.

Vielleicht möchtest Du aber auch ein Praktikum im Ausland absolvieren. Dann findest Du hier interessante Infos und Tipps:

 

Das Wichtigste zuerst

Ein Bewerbungsschreiben ist zwar Werbung in eigener Sache. Aber eine Firma sucht nicht nach einem Superhelden, sondern nach jemandem, der die ausgeschriebene Praktikantenstelle möglichst gut ausfüllen kann. Für Dich heißt das, dass Du Dir überlegen solltest, wie der optimale Bewerber aus Sicht der Firma sein sollte. Was muss er können? Welche Eigenschaften sollte er mitbringen? Was sollte ihn auszeichnen? Konzentriere Dich nicht nur auf das, was Du als Deine Stärken siehst oder für wichtig hältst. Stelle auch nicht nur in den Vordergrund, was Du Dir durch das Praktikum erhoffst und welche Ziele Du verfolgst. Versuche stattdessen einen Zusammenhang zwischen dem herzustellen, was Du mitbringst, und dem, was die Firma sucht.

 

Das Anschreiben

Nimmt der Personaler Dein Bewerbungsschreiben in die Hand, dann sieht er als allererstes Dein Anschreiben. Das Anschreiben liegt nämlich lose im Umschlag, wird also nicht in die Bewerbungsmappe eingeheftet. Dabei erfüllt ein Anschreiben zwei wichtige Funktionen:

1. Das Anschreiben informiert den Empfänger darüber, um was es geht. Der Empfänger erfährt also, dass Du Dich um einen Praktikumsplatz bewirbst, um was für ein Praktikum es sich handelt und wie Du von dem Praktikumsplatz erfahren hast.

2. Das Anschreiben beschreibt Deine Motivation. Es gibt an, warum Du Dein Praktikum ausgerechnet bei dieser Firma absolvieren möchtest. In Deinem Empfehlungsschreiben berichtest Du, welche Fähigkeiten und Kenntnisse Du mitbringst. Außerdem versuchst Du aufzuzeigen, warum sich das Unternehmen für Dich als Praktikant entscheiden sollte.

Damit Dein Anschreiben diese Aufgaben erfüllen kann und überzeugend wirkt, solltest Du ein paar Punkte beachten. Diese betreffen sowohl den Inhalt als auch die Optik.

 

Der Aufbau des Anschreibens

 

Generell gilt, dass Dein Anschreiben maximal eine DIN A4-Seite lang sein sollte. Es geht nicht darum, einen Roman zu schreiben. Beschränke Dich stattdessen auf das Wesentliche. Konzentriere Dich also darauf, was für die Firma interessant, wissenswert und von Bedeutung ist – und bringe diese Infos auf den Punkt. Dies wird Dir am besten gelingen, wenn Du Dein Anschreiben nach dem bewährten Schema aufbaust. Dieses geht so:

 

 

  • Briefkopf. Ganz oben auf dem Empfehlungsschreiben gibst Du Deine Kontaktdaten an. Hierzu gehören Dein vollständiger Name und Deine Adresse. Außerdem solltest Du eine Telefonnummer, unter der Du erreichbar ist, und Deine E-Mail-Adresse angeben. Als nächstes kommen Name und Anschrift des Unternehmens, bei dem Du Dich bewirbst. Darunter folgt dann, an den rechten Rand gerückt, die Angabe von Ort und Datum.
  • Betreffzeile. Den eigentlichen Anfang Deines Anschreibens bildet die Betreffzeile. Sie wird hervorgehoben, indem sie fett gedruckt wird. Das Wort Betreff wird nicht mehr verwendet! In der Betreffzeile gibst Du an, um was es in Deinem Anschreiben geht. Du schreibst also, dass es sich um eine Anwerbungfür das Praktikum handelt. Nenne dabei auch den Bereich oder die Abteilung, in der Du das Praktikum absolvieren willst. Außerdem kannst Du angeben, woher Du von der Praktikumsstelle erfahren hast.
  • Anrede. Grundsätzlich gilt, dass Du Deine Stellenbewerbung immer gezielt an einen Ansprechpartner richten solltest. Finde also heraus, wer für Deine Bewerbung zuständig ist. In Inseraten ist oft ein Name angegeben. Du kannst aber auch im Internet auf der Homepage der Firma nachsehen. Meist gibt es dort einen Stellenmarkt mit entsprechenden Kontaktdaten. Kommst Du auch so nicht weiter, kannst Du zum Telefonhörer greifen und einfach nachfragen, an wen Du Deine Anwerbung richten sollst. Die Anredeformel „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist nur als absolute Notlösung erlaubt!
  • Einleitung. Du bist gut beraten, wenn Du auf eine Standardeinleitung verzichtest. Du solltest also nicht erklären, dass Du das Inserat oder den Aushang mit großem Interesse gelesen hast und Dich nun um die Praktikumsstelle bewirbst. Zum einen wiederholst Du damit nur das, was schon in der Betreffzeile steht. Zum anderen hat jeder Personaler eine solche Einleitung bereits unzählige Male gelesen. Dich wirklich abheben und gekonnt auf Dich aufmerksam machen, kannst Du so deshalb nicht. Und dass Du an der Praktikumsstelle Interesse hast, ist eine selbstverständliche Voraussetzung. Versuche deshalb, kreativ zu sein. Du kannst dafür beispielsweise mit Schlagwörtern aus dem Inserat einsteigen, den Werbeslogan der Firma zitieren oder Deine größten Pluspunkte nennen und daraus den Grund für Deine Bewerbung ableiten.
  • Hauptteil. Im Hauptteil solltest Du Dich kurz vorstellen. Schreibe also, was Du aktuell machst und welche Erfahrungen Du mitbringst. Beschränke Dich dabei aber auf die wichtigsten Punkte. Du musst nicht jedes kleine Detail schildern, denn Dein bisheriger Werdegang steht im Lebenslauf. Es geht vielmehr darum, dem Personaler einen kurzen Überblick über Deinen Hintergrund zu vermitteln. Danach geht es mit Deiner Motivation und Deiner Eignung weiter. Die Hauptbotschaft Deines Anschreibens besteht darin, aufzuzeigen, warum Du unbedingt dieses Praktikum bei ausgerechnet dieser Firma machen willst. Und warum die Firma gerade Dich als Praktikant aussuchen sollte. Verzichte aber darauf, nur leere Versprechungen und Standardfloskeln aneinanderzureihen. Praktisch jeder Bewerber schreibt, dass er belastbar, motiviert, flexibel und zuverlässig ist. Du solltest Dir besser überlegen, was Deine echten Stärken sind. Diese solltest Du betonen, indem Du sie mit Beispielen belegst und aufzeigst, wie Du sie für Dein Praktikum nutzen kannst.
  • Schlussteil. Im Schlussteil kannst Du angeben, wann Du mit dem Praktikum anfangen könntest oder in welchem Zeitraum Du generell zur Verfügung stehst. Außerdem solltest Du darauf hinweisen, dass Du Dich freust, wenn Du Dich in einem Vorstellungsgespräch persönlich vorstellen kannst. Verzichte dabei aber auf „würde“ -Formulierungen!
  • Grußformel und Unterschrift. Nun fehlen noch die Grußformel und Deine Unterschrift.

 

Der Stil Deines Anschreibens

Du musst kein professioneller Werbetexter sein, um eine gute Bewerbungsschreiben zu erstellen! Das Wichtigste ist nämlich, dass Deine Stellenbewerbung ehrlich und authentisch wirkt. Grundsätzlich gilt aber, dass Du niemals ein Anschreiben aufsetzen, kopieren und immer wieder verwenden solltest. Dein Bewerbungsschreiben muss immer auf das Unternehmen abgestimmt sein, bei dem Du Dich gerade bewirbst. Du musst das Gefühl vermitteln, dass genau diese Firma das Unternehmen ist, bei dem Du ein Praktikum absolvieren willst. Wenn Deine Bewerbung wie ein Serienbrief wirkt und den Eindruck vermittelt, dass Du Dich hier eben auch noch beworben hast, wird sie nicht erfolgreich sein.

Achte außerdem darauf, dass Deine Bewerbung einfach zu lesen ist. Schreibe lieber kurze Sätze statt langer Bandwurmsätze. Kein Personaler wird Lust haben, einen Satz dreimal zu lesen, damit er ihn verstehen kann. Versuche außerdem, Deine Sätze nicht ständig mit dem Wort “Ich” zu beginnen. Das macht keinen allzu guten Eindruck.

 

Die Optik Deines Anschreibens

Dein Anschreiben sollte nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugen. Wenn der Personaler ein schmutziges Blatt mit Eselsohren aus dem Umschlag nimmt, wird er wahrscheinlich wenig Lust haben, das Schreiben überhaupt zu lesen. Gleiches gilt für einen langen, unübersichtlichen Fließtext ohne jede Struktur. Achte deshalb darauf, dass Dein Anschreiben übersichtlich und ansprechend aussieht. Gliedere den Text in einzelne Absätze und wähle eine gut lesbare Schrift in einer angenehmen Größe.

 

Der optimale Lebenslauf

Das zweite zentrale Element einer Bewerbung ist der Lebenslauf. Durch den Lebenslauf zeigst Du auf, wer Du bist, was Du bisher gemacht hast und was Du kannst. Dabei ist entscheidend, dass sich der Personaler einen schnellen Überblick verschaffen kann. Der Lebenslauf sollte deshalb so gestaltet sein, dass die wesentlichen Infos auf einen Blick zu sehen sind. Auch beim Lebenslauf solltest Du Dir übrigens die Mühe machen, ihn auf das Praktikum und das Unternehmen abzustimmen. Kopiere den Lebenslauf also nicht einfach und verwende ihn immer wieder, sondern widme ihm genauso viel Aufmerksamkeit wie Deinem Empfehlungsschreiben!

 

 

Die Inhalte des Lebenslaufes

Damit der Lebenslauf übersichtlich und gut lesbar ist, wird er tabellarisch aufgebaut und in einzelne Rubriken aufgeteilt. Üblich sind dabei folgende Abschnitte:

  • Angaben zur Person. Hierzu gehören Dein Name, Deine Anschrift und Deine Kontaktdaten. Außerdem gibst Du an, wann und wo Du geboren bist. Die Namen und Berufe Deiner Eltern und Deiner Geschwister lässt Du weg. Deine Religionszugehörigkeit musst Du nur dann angeben, wenn Du Dich bei einer kirchlichen Einrichtung bewirbst und eine bestimmte Religionszugehörigkeit zu den Einstellungsvoraussetzungen gehört. Gleiches gilt für eine eventuelle Parteizugehörigkeit. Auch sie nennst Du nur dann, wenn Du für eine politische Partei tätig werden willst.
  • Ausbildung. Unter diesem Punkt führst Du Deinen bisherigen Bildungsweg auf. Bei einer Stellenbewerbung für ein Praktikum werden hier meist nur Deine schulischen Stationen stehen. Hast Du bereits eine Berufsausbildung absolviert oder zumindest angefangen, gibst Du sie aber natürlich auch an.
  • Praktische Erfahrung. Dieser Abschnitt ist für die Berufserfahrung vorgesehen, die Du bereits gesammelt hast. Hierzu können echte Arbeitsstellen, Nebenjobs, Ferienjobs, Praktika oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten gehören. Du solltest die einzelnen Stationen aber nicht einfach nur aufzählen. Schreibe stattdessen kurze Stichworte dazu, die die jeweilige Tätigkeit beschreiben. Im Idealfall kannst Du dabei solche Aufgaben und Erfahrungen nennen, die auch für das Praktikum nützlich sein könnten.
  • Sonstiges. Hier führst Du alles auf, was Du zusätzlich an Wissen und Können mitbringst, also beispielsweise Fremdsprachen- oder Computerkenntnisse, absolvierte Kurse oder den Führerschein. Besondere Tätigkeiten, beispielsweise wenn Du Klassensprecher oder Schulsprecher warst, kannst Du hier ebenfalls nennen. Schätze Deine Kenntnisse aber realistisch ein. Es bringt nichts, wenn Du sehr gute Englischkenntnisse versprichst, später im Vorstellungsgespräch aber eine Frage auf Englisch nicht beantworten kannst.
  • Hobbys. Um das Gesamtbild abzurunden, kannst Du Deine privaten Interessen angeben. Versuche aber auch Deine Hobbys so darzustellen, dass die Erfahrungen daraus für das Praktikum hilfreich sein können. Bewirbst Du Dich beispielsweise in einem Kindergarten, kann „Malen und Basteln“ ein hilfreiches Hobby sein. Beschränke Dich aber auf zwei, drei Hobbys. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass Dir Deine Hobbys wichtiger sind als alles andere.

Die Angaben selbst werden meist antichronologisch angegeben. Das heißt, Du fängst mit den aktuellen Daten an und gehst dann zeitlich rückwärts. Letztlich bleibt die Anordnung aber Dir selbst überlassen. Du kannst also genauso auch mit den ältesten Daten anfangen und den neuesten Daten enden. Bleibe aber bei einer Reihenfolge. Ordne Deine Ausbildungsdaten also nicht gegenchronologisch und Deine praktische Berufserfahrung dann plötzlich in chronologischer Reihenfolge an. Vergiss außerdem das Datum und Deine Unterschrift unter dem Lebenslauf nicht.

 

Die optische Gestaltung des Lebenslaufs

Das Wichtigste am Lebenslauf ist, dass er ordentlich strukturiert und gut lesbar ist. Teile die einzelnen Angaben deshalb logisch ein, ordne sie übersichtlich an und verwende Aufzählungszeichen sowie Zwischenüberschriften. Achte aber darauf, dass Du ein einheitliches Layout verwendest. Eingerückte Angaben sollten also stets bündig untereinander stehen, Zwischenüberschriften immer dieselbe Größe haben und die Abstände zwischen den Abschnitten gleich sein. Hebst Du bestimmte Angaben hervor, beispielsweise indem Du die Namen Deiner Schulen oder Deiner bisherigen Arbeitgeber fett druckst, musst auch wirklich alle Angaben dieser Art fett drucken. Entscheidest Du Dich für eine Schreibweise bei Daten, musst sie ebenfalls beibehalten, also beispielsweise Monate nicht einmal in Zahlen angeben und einmal ausschreiben. Für die Länge gilt, dass der Lebenslauf bei einem Anschreiben üblicherweise auf eine DIN A4-Seite passen sollte. Länger als zwei Seiten sollte er aber auf keinen Fall sein!

 

Das Foto und das Deckblatt

In Deutschland ist das Foto ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung. Ein Bewerbungsfoto ist zwar grundsätzlich kein Pflichtbestandteil, Du könntest es also auch weglassen. Allerdings kann sich der Personaler durch das Foto buchstäblich ein erstes Bild von Dir machen. Deshalb solltest Du auf das Foto nicht verzichten. Es geht bei dem Foto auch nicht darum, ob Du gut oder weniger gut aussiehst. Sinn und Zweck des Fotos ist vielmehr, den ersten Eindruck von Dir zu vervollständigen. Trotzdem solltest Du nicht irgendein Foto beilegen. Ein Schnappschuss aus dem letzten Urlaub oder ein Foto aus dem Familienalbum ist genauso ungeeignet wie ein Passbild aus dem Automat! Anders als oft angenommen muss das Bewerbungsfoto aber kein klassisches Portraitfoto sein. Bewirbst Du Dich beispielsweise in der Modebranche, kann es durchaus vorteilhaft sein, wenn auf dem Bild etwas von Deiner Kleidung zu sehen ist. So kannst Du nämlich Dein Interesse an Mode unterstreichen. Zudem bleibt es Deinem Geschmack überlassen, ob Du ein Farbfoto oder eine Schwarz-Weiß-Aufnahme verwendest. Entscheidend für Dein Foto ist, dass es aussagekräftig, seriös und professionell wirkt.

Normalerweise wird das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf integriert. Meist wird es rechts oben angebracht, entweder neben dem Titel „Lebenslauf“ oder neben den Angaben zur Person. Die Alternative ist ein Deckblatt. Das Deckblatt ist dann die erste Seite in der Bewerbungsmappe und enthält neben dem Foto Deine Kontaktdaten. Die Meinungen zum Deckblatt sind jedoch zweigeteilt. Einige Personaler finden ein Deckblatt gut, weil es die Stellenbewerbung schön übersichtlich macht. Andere Personaler halten ein Deckblatt für überflüssig, zumal die Infos auch im Lebenslauf stehen können. Ob Du ein Deckblatt verwenden solltest, hängt ein wenig von Deinem Lebenslauf ab. Oft wirst Du noch nicht allzu viel praktische Erfahrung mitbringen, wenn Du Dich um einen Praktikumsplatz bewirbst. Nimmst Du dann auch noch das Foto heraus, könnte Dein Lebenslauf zu leer wirken. Ist Dein Lebenslauf hingegen schon recht umfangreich, gewinnst Du durch das Deckblatt mehr Platz. Letztlich musst Du also selbst entscheiden, ob ein Deckblatt Deine Bewerbung tatsächlich aufwertet oder ob es letztlich nur ein zusätzliches Blatt ist, auf das Du genauso gut verzichten kannst.

 

Die äußere Verpackung

Hast Du das Anschreiben und den Lebenslauf fertig, geht es ans Verpacken der Bewerbung. Bei einer schriftlichen Bewerbung solltest Du eine Bewerbungsmappe verwenden. Dort hinein kommen zuerst der Lebenslauf und danach Kopien von Zeugnissen und anderen Qualifikationsnachweisen. Hast Du ein Deckblatt, kommt es natürlich als erste Seite vor den Lebenslauf. Das Anschreiben legst Du lose auf die Mappe und steckst das Ganze dann in einen ausreichend großen Briefumschlag. Diesem Briefumschlag solltest Du aber genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie Deiner Bewerbung. Der Personaler sieht nämlich den Umschlag als erstes! Verwende deshalb einen sauberen Umschlag und schreibe die Adresse gerade und ordentlich. Denke immer daran, dass der erste Eindruck zählt. Wenn also schon die äußere Verpackung Deiner Bewerbung lieblos oder schmuddelig wirkt, wird der Personaler Ähnliches auch beim Inhalt befürchten.

 

Die Praktikumsbewerbung per E-Mail

Bei vielen Firmen kannst Du Dich mittlerweile auch per E-Mail bewerben. Durch eine E-Mail-Bewerbung kannst Du unter Beweis stellen, dass Du mit dem Computer umgehen kannst. Ganz nebenbei sparst Du auch Zeit und Geld, denn Du brauchst keine Kopien, das Porto entfällt und der Empfänger bekommt Deine Bewerbung direkt. Aber Du solltest Dich auf keinen Fall dazu verleiten lassen, die Sache lockerer anzugehen. An eine E-Mail-Bewerbung werden die gleichen Anforderungen gestellt wie an eine klassische Bewerbung! Du bist deshalb am besten beraten, wenn Du eine ganz normale Bewerbung erstellst. Nur verschickst Du diese Bewerbung eben nicht als Mappe per Post, sondern als E-Mail. Dazu solltest Du alle Unterlagen, die sonst in der Bewerbungsmappe wären, in ein PDF packen. Eine PDF-Datei hat den Vorteil, dass sie auf jedem Rechner gelesen werden kann. Außerdem nimmt sie weniger Speicherplatz weg als Dokumente in anderen Dateiformaten. Generell sollte Dein Anhang aber nicht größer sein als 2MB.

Das Anschreiben kannst Du ebenfalls in das PDF einfügen. Alternativ kannst Du die E-Mail als Anschreiben nutzen. Die Praxis zeigt aber, dass es besser ist, in der E-Mail nur kurz auf die Bewerbung im Anhang hinzuweisen. So kann der Personaler den Anhang komplett ausdrucken und hat Deine gesamte Bewerbung samt Anschreiben vor sich. Ausdrucken ist übrigens ein gutes Stichwort: Du solltest Dein E-Mail-Bewerbung vor dem Abschicken nämlich auch einmal ausdrucken. Auf dem Bildschirm sehen Dokumente manchmal anders aus als auf Papier. So kann es beispielsweise sein, dass die Schrift zu klein ist, die Formatierungen komisch aussehen, Zeilen verrutschen, Dein Foto kaum zu erkennen ist oder Deine Unterschrift unleserlich erscheint. Die meisten Firmen drucken E-Mails und Anhänge übrigens schwarz-weiß aus. Deshalb solltest Du Dein Anschreiben auch so ausdrucken. Dadurch siehst Du sie nämlich in der Form, wie sie beim Personaler auf dem Tisch liegen wird.

 

Ein paar Muster für den Bewerber

Grundsätzlich solltest Du immer eine individuelle Bewerbung erstellen, die zu Dir passt und auf das Praktikum samt Unternehmen abgestimmt ist. Als kleine Starthilfe haben wir hier aber ein paar Muster für Dich. Diese Muster kannst Du sowohl für eine klassische Bewerbung als auch für eine Bewerbung per E-Mail verwenden.

 

Allgemeines Muster

Sehr geehrte/r Frau/Herr _____________,

bald beginnen die Sommerferien. Diese Zeit möchte ich sehr gerne nutzen, um den/die (Branche, z.B. Einzelhandel) einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Derzeit besuche ich die ___. Klasse der _____________ Schule. Im Anschluss daran möchte ich eine Ausbildung zum/r ______________ absolvieren. An diesem Beruf reizt mich vor allem, (begründe hier Deinen Berufswunsch). Mein großes Interesse an (nenne hier Deine besonderen Interessen, passend zum Beruf!) spiegelt sich nicht zuletzt in meinen guten Leistungen in den Fächern (…) wieder.

Ein Praktikum in Ihrem Hause wäre für mich eine tolle Gelegenheit, erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich freue mich sehr, wenn Sie mir diese Gelegenheit geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

 

Muster für eine Praktikumsbewerbung bei der Polizei

Sehr geehrte/r Frau/Herr _____________,

wenn man kleine Kinder nach ihrem Traumberuf fragt, lautet die Antwort häufig: “Polizist”. Ich habe damals genauso geantwortet – und dies ist bis heute so geblieben.

Der sprichwörtliche Freund und Helfer zu sein, bei Bedarf aber auch durchzugreifen, ist eine verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe, der ich mich sehr gerne stellen möchte. Teamgeist, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft und körperliche Fitness sind Grundvoraussetzungen für diesen Beruf. Ich bringe sie mit, was ich durch meine langjährige Erfahrung als (z.B. Kapitän der Schulsportmannschaft) unter Beweis stellen konnte.

Sehr gerne möchte ich das Schulpraktikum in der Zeit vom _______ bis zum _______ nutzen, um den Alltag in einer Polizeidienststelle kennenzulernen. Ich freue mich sehr, wenn Sie mir die Chance dazu geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

 

Muster für eine Praktikumsbewerbung bei einer Bank

Sehr geehrte/r Frau/Herr _____________,

Zahlen, Daten, Statistiken – für mich ist das keine trockene Theorie. Mit Zahlen zu jonglieren, Rechnungen anzustellen und Analysen auszuwerten, ist mein Steckenpferd. Dies wird auch an meinen guten Noten in den Schulfächern Mathematik und Informatik deutlich.

Genauso spannend finde ich den Umgang mit verschiedensten Kunden. Ich stelle es mir als besondere Herausforderung vor, Finanzprodukte auswählen und Konzepte zu erarbeiten, die optimal auf die Bedürfnisse und Wünsche des jeweiligen Kunden abgestimmt sind.

Sehr gerne möchte ich ein Praktikum in Ihrem Hause nutzen, um einmal auf die andere Seite des Tresens zu wechseln und in den Berufsalltag in einer Bank hineinzuschnuppern. Ich freue mich sehr, wenn Sie mir diese Möglichkeit geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

 

Muster für eine Praktikumsbewerbung im Kindergarten

Sehr geehrte/r Frau/Herr _____________,

als ältestes von insgesamt _____ Geschwistern bin ich einen bunten und lebhaften Alltag gewohnt. Ich habe früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen und auf andere aufzupassen. Für mich war es nie aber eine Bürde, auch einmal zurückzustecken und als Babysitter einzuspringen. Ganz im Gegenteil: Mir war früh klar, dass mir der Umgang mit Kindern großen Spaß macht.

Wenn ich die Schule abgeschlossen habe, möchte ich deshalb eine Lehre zum/r Erzieher/in absolvieren. Natürlich ist mir klar, dass der Alltag im Kindergarten nicht nur aus Spielen, Musizieren und Spaß haben besteht. All die vielen anderen Aspekte, etwa die Organisation, die Finanzierung, aber auch die Balance zwischen den kulturellen Unterschieden, sehe ich als interessante Herausforderung.

Sehr gerne möchte ich ein Praktikum nutzen, um einmal hinter die Kulissen zu blicken. Da ich noch die Schule besuche, könnte ich Ihnen meine Mitarbeit zwischen dem _____ und dem _____ anbieten.

Ich freue mich, wenn ich mich in einem Gespräch persönlich vorstellen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

 

Muster für eine Praktikumsbewerbung auf Englisch

Dear Madam/Sir ________,

I‘m writing to inquire about possible opportunities for an placement in your _________.

In __ (Monat, Jahr) __ I passed my exam as ___(Berufsabschluss)____. Afterwards I worked as a ____ (Beruf) ____ at __________. I was responsible for ____ (nenne hier Deine Hauptaufgaben) _____. Currently I‘m _____ (beschreibe, was Du aktuell machst, z.B. wo Du arbeitest, was Du studierst usw.) ________

A placement would be a great chance for me to improve my knowledge by working in a company abroad. Beside this gaining valuable experience a placement would be a great opportunity to become acquainted with the international job market.

I would prefer to start my placement in ___ (Datum) ____, ideally for a period of ____ (Dauer) ____. But if your requirements would be different, I of course would be available according to those.

Please contact me, if you need any further information. I‘m looking forward to hear from you.

Yours sincerely,

Unterschrift

 

Bewerbung für ein Praktikum abgegeben – wann nachfragen?

Ob und wie schnell Du eine Antwort auf eine Bewerbung erhältst, ist von Firma zu Firma verschieden. Manche Firmen bestätigen den Eingang einer Bewerbung in einem kurzen Schreiben oder per E-Mail, andere Firmen nicht. Einige Firmen bearbeiten Bewerbungen gleich, andere Unternehmen sammeln sie erst. Vor allem in großen Firmen gehen jeden Tag unzählige Bewerbungen ein. Deshalb kann es durchaus eine Weile dauern, bis Deine Stellenbewerbung an der Reihe ist. Für Dich wird das zwar vermutlich kein Trost sein. Trotzdem solltest Du ein wenig Geduld aufbringen. Hast Du nach einer Weile noch nichts gehört, kannst Du aber durchaus nachfragen. Als grobe Richtlinie dürften zwei, drei Wochen Wartezeit bei einer Bewerbung angemessen sein.

Um nachzufragen, solltest Du am besten anrufen und Dich mit demjenigen verbinden lassen, an den Du Deine Bewerbung geschickt hast. Nenne am Telefon Deinen Namen, den Praktikumsplatz und das Datum Deiner Bewerbung. Schließlich muss der Personaler wissen, wer ihn anruft und worum es geht. Bereite Dich außerdem auf das Telefonat vor, indem Du Dir Deine Bewerbung noch einmal durchliest, Stift und Papier bereitlegst und mögliche Störfaktoren ausschaltest. Aus Deiner Nachfrage kann sich nämlich durchaus ein spontanes Vorstellungsgespräch am Telefon entwickeln. Und darauf solltest Du vorbereitet sein! Traust Du Dich nicht, anzurufen, kannst Du zur Not auch eine kurze, höfliche E-Mail schreiben. Generell wichtig bei einer Nachfrage ist aber immer, dass Du freundlich auftrittst. Vorwürfe, dass und warum es solange dauert, werden Dich nicht weiterbringen! Hast Du nachgefragt, solltest Du es dabei dann auch bewenden lassen. Eine Nachfrage wird Dir sicherlich als Interesse an dem Praktikum ausgelegt. Wenn Du aber ständig anrufst oder E-Mails schreibst, wird es irgendwann nervig.

 

Eine Praktikumsbewerbung per Telefon

In vielen Stellenanzeigen ist eine Telefonnummer angegeben. Oft steht dabei der Hinweis, dass Du bei Fragen den zuständigen Ansprechpartner unter dieser Nummer erreichen kannst. Vor der Bewerbung telefonisch Kontakt aufzunehmen, kann auch durchaus sinnvoll sein. Die wenigsten Bewerber nutzen nämlich diese Möglichkeit. Du hast dadurch die Chance, Dir wichtige Pluspunkte zu sichern. Aber auch wenn Du nur in Erfahrung bringen willst, ob die Firma überhaupt Praktikumsplätze anbietet, kann eine telefonische Bewerbung besser sein als eine Initiativbewerbung. Allerdings solltest Du nicht spontan zum Hörer greifen. In vielen Fällen wird der Personaler nämlich das Telefonat nutzen, um sich einen ersten Eindruck von Dir zu verschaffen. Hast Du dann keine überzeugenden Antworten parat, wirst Du Dir in aller Regel auch eine schriftliche Bewerbung sparen können. Informiere Dich deshalb vorher gut über die Firma und lege Dir Deinen Lebenslauf zurecht. Überlege Dir, was Du gerne wissen möchtest. Was die Fragen angeht, solltest Du damit rechnen, dass Dir ungefähr die gleichen Fragen gestellt werden wie bei einem herkömmlichen Vorstellungsgespräch. Außerdem solltest Du Papier und Stift parat haben, damit Du Dir Notizen machen kannst. Hilfreich kann es sein, wenn Du Dir eine Checkliste erstellst. Sie gibt Dir Sicherheit, falls Du ins Stocken gerätst. Außerdem verhindert sie, dass Du etwas Wichtiges vergisst. Deine Checkliste kann Stichworte zu folgenden Fragen enthalten:

  • Wie stellst Du Dich vor?
  • Wie erklärst Du Dein Anliegen?
  • Warum willst Du ein Praktikum bei diesem Unternehmen absolvieren? Was macht die Firma für Dich interessant?
  • Wie stellst Du Dir das Praktikum vor? Wie lange soll es dauern? Wann kannst Du anfangen?
  • Was machst Du aktuell? Was hast Du nach dem Praktikum vor?
  • Welche Qualifikationen bringst Du mit? Was sind Deine Stärken?
  • Hast Du schon einmal in einem ähnlichen Bereich Erfahrungen gesammelt?
  • Welche Aufgaben würdest Du bei dem Praktikum übernehmen? Wie wäre ein typischer Arbeitstag?
  • Gibt es Themenbereiche, die Du Dir vorher noch einmal anschauen müsstest?
  • Was möchtest Du noch über die Firma, die Abteilung oder das Praktikum wissen?
  • Warum sollte die Firma ausgerechnet Dich als Praktikanten nehmen?
  • An wen kannst Du Deine Bewerbung schicken? In welcher Form (Post oder E-Mail)? Welche Unterlagen werden benötigt?

Achte darauf, dass Dich niemand stört, während Du telefonierst. Hast Du Deinen Gesprächspartner erreicht, stelle Dich kurz vor und erkläre, warum Du anrufst. Schildere in zwei, drei Sätzen, was Du aktuell machst und warum Du ein Praktikum absolvieren willst. Wenn Dein Gesprächspartner Zeit hat und das Telefonat als Vorstellungsgespräch fortsetzen will, wird er Dir Fragen stellen. So wird sich ein Gespräch entwickeln, bei dem Dein Gesprächspartner etwas über Dich erfährt. Gleichzeitig kannst Du Deine Fragen zum Praktikum loswerden. Du kannst Dich dabei an den Stichworten auf Deiner Checkliste orientieren. Achte aber darauf, dass Du natürlich wirkst! Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass Du die Fragen und Antworten irgendwo abliest oder auswendig gelernt hast. Natürlich musst Du auch damit rechnen, dass Dein Gesprächspartner gerade keine Zeit für ein langes Telefonat hat. In diesem Fall solltest Du fragen, ob Du ihm eine schriftliche Bewerbung schicken kannst. Am Ende solltest Du Dich auf jeden Fall für das Gespräch bedanken. Dies gilt auch dann, wenn Du eine Absage bekommen hast!

 

Die Praktikumsbewerbung und das Vorstellungsgespräch

War Deine Bewerbungscshreiben erfolgreich, wird Dich das Unternehmen persönlich kennenlernen wollen. Du bekommst also eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Auf dieses Gespräch solltest Du Dich zwar vorbereiten. Andererseits solltest Du Dich über die Einladung freuen. Du musst also nicht nervös werden oder versuchen, eine Rolle zu spielen. Du wirst am besten abschneiden, wenn Du einfach Du selbst bleibst! Deshalb solltest Du Dir zwar die typischen Fragen, die üblicherweise gestellt werden, vorher anschauen. Es kann auch nicht schaden, wenn Du Dir ungefähr zurückrecht legst, wie Du darauf antworten würdest. Lerne Deine Antworten aber nicht auswendig. Und übernehme vor allem nicht die Standardantworten, die in irgendwelchen Bewerbungsratgebern stehen! Diese Antworten hat jeder Personaler schon unzählige Male gehört. Außerdem möchte der Personaler nicht in Erfahrung bringen, ob und wie gut Du etwas auswendig lernen kannst. Er möchte Dich kennenlernen!

 

Der Ablauf eines Vorstellungsgesprächs

Vorweg sei gesagt, dass Du unbedingt pünktlich erscheinen solltest. Im Zweifel bist Du lieber zu früh da als zu spät! Erscheinst Du unpünktlich, wirst Du allein schon damit Deine Chancen auf den Praktikumsplatz in aller Regel verspielt haben. Sehr wichtig ist außerdem der erste Eindruck. Ziehe Dich also ordentlich an und lächle. Das Vorstellungsgespräch selbst beginnt mit der Begrüßung. Der Personaler wird sich Dir vorstellen und meist kurz über die Firma erzählen. Danach wird er Dir Fragen stellen, über Dich als Person, über Deinen Werdegang und über Deine Motivation. Die Absicht dieser Fragen ist aber nicht, Dich ins Kreuzverhör zu nehmen oder Dich gar zu quälen. Der Personaler möchte einfach nur herausfinden, wer Du bist, was Du kannst und ob Du ein geeigneter Praktikant sein könntest. Typische Fragen, die gerne in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden, haben wir im nächsten Abschnitt für Dich aufgelistet. Gegen Ende des Gesprächs wird Dich der Personaler fragen, ob Du noch etwas wissen möchtest. Diese Chance solltest Du nutzen, denn so kannst Du Dein Interesse an dem Praktikum und der Firma untermauern. Beispiele für Fragen, die Du stellen kannst, haben wir ebenfalls für Dich aufgelistet. Manchmal wird Dir der Personaler gleich sagen, ob Du die Praktikumsstelle bekommst. Gibt es mehrere Bewerber, wird Dich der Personaler darauf hinweisen, dass sich die Firma bei Dir melden wird. Dann folgt noch die Verabschiedung und das war auch schon alles.

 

Typische Fragen in einem Vorstellungsgespräch

Diese Fragen könnten folgende sein:

  • Erzählen Sie mir etwas über sich selbst.
  • Beschreiben Sie bitte kurz Ihren bisherigen Werdegang.
  • Warum möchten Sie ausgerechnet bei uns ein Praktikum absolvieren?
  • Warum möchten Sie ein Praktikum in diesem Bereich/dieser Abteilung machen?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Wie stellen Sie sich ein Praktikum bei uns vor?
  • Welche beruflichen Ziele haben Sie?
  • Welche Schulfächer mögen/mochten Sie besonders und welche nicht? Warum?
  • Was haben Sie, was andere Bewerber nicht haben?
  • Wo sehen Sie Ihre persönlichen Stärken?
  • Nennen Sie mir Ihre drei größten Schwächen.
  • Sehen Sie sich eher als Teamplayer oder eher als Einzelkämpfer?
  • Warum haben Sie bisher noch nie ein Praktikum/einen Nebenjob gemacht? Oder: Warum haben Sie zuvor diesen Nebenjob gemacht?
  • Wie schätzen Sie Ihre Fähigkeiten im Bereich …. ein?
  • Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine Aufgabe, wissen aber nicht, wie Sie vorgehen sollen. Was würden Sie machen?
  • Was würden Sie machen, wenn Sie nach ein paar Tagen feststellen, dass das Praktikum ganz anders verläuft, als Sie es sich vorgestellt/gedacht/erhofft haben?

 

Beispiele für Fragen, die Du stellen kannst

  • Welche Aufgabenbereiche würde ich kennenlernen?
  • Gibt es bestimmte Aufgaben, für die nur ich als Praktikant verantwortlich bin?
  • Würde ich als Praktikant in einem festen Team arbeiten oder verschiedene Abteilungen kennenlernen?
  • Ich habe gelesen, dass Sie ein Projekt gestartet haben/sich im Bereich … engagieren. Könnte ich den Machern dort einmal über die Schulter schauen?
  • Welche Themen/Fächer sollte ich mir vor Beginn des Praktikums noch einmal anschauen?
  • Besteht die Chance, nach dem Praktikum als Werksstudent/studentische Aushilfskraft für Sie tätig zu werden?

 

Diese Fragen solltest Du besser nicht stellen

  • Muss ich auch am Wochenende arbeiten? oder
  • Wie viel Geld bekommen ich?
  • solltest Du aber unbedingt verzichten! Gleiches gilt für Fragen wie
  • In welchen Ländern betreibt das Unternehmen Niederlassungen?
  • Wie viele Mitarbeiter hat die Firma? oder
  • Wann wurde das Unternehmen gegründet?

Solche Fragen zeugen nämlich nicht von Interesse. Sie zeigen stattdessen, dass Du Dich offensichtlich nicht über das Unternehmen informiert hast.